Berufliches Lernen

Hier geht es um das berufliche Lernen während des ganzen Ausbildungsprozesses. Die Werkzeuge reichen von der Ampeltafel zur Selbst- und Fremdeinschätzung über Checklisten zur Prüfungsvorbereitung bis hin zum Lernen an Geschäftsprozessen und Zielvereinbarungsgesprächen.

Ampeltafel

Ausbilder schätzen die Leistungen und Fähigkeiten von Auszubildenden unter Umständen anders ein, als der/die Auszubildende selbst. Verfestigen sich die unterschiedlichen Perspektiven, kann dies zu Missverständnissen und Frustration auf beiden Seiten führen. Daher ist es wichtig, die unterschiedlichen Blickwinkel auf den Lernstand zu vergleichen. Hier ist die Ampeltafel ein hilfreiches Werkzeug.

  • Wie?
    Die Ampeltafel bietet die Möglichkeit, die Selbst- und Fremdeinschätzung von Auszubildenden und dem Ausbildungspersonal zu strukturieren und dadurch vergleichbar zu machen. Unterschiedliche Ausbildungsbereiche ­ wie arbeitsprozessbezogene Kenntnisse, zu vermittelnde Fertigkeiten oder berufsschulbezogene Lernfelder ­ werden in der Ampeltafel tabellarisch dargestellt. Der/Die Auszubildende und die ausbildende Fachkraft geben getrennt voneinander zu den unterschiedlichen Bereichen eine Einschätzung zum Leistungsstand des Auszubildenden ab. Diese werden anhand von farblichen Markierungen vorgenommen:

    • Rot = „noch stark verbesserungswürdig“
    • Gelb = „geht so“
    • Grün = „in Ordnung“

    In einem anschließenden Gespräch können sich beide Seiten über die Einschätzungen austauschen. Die ausbildende Fachkraft sollte darauf achten, die eigenen Einschätzungen mit Beispielen zu belegen.

    Aufwand?
    Für die Erstellung einer Ampeltafel kann das angehängte Muster verwendet werden. Die ausbildende Fachkraft sollte sich Zeit nehmen, um die Ampeltafel auf die betrieblichen Bedürfnisse anzupassen. Die Ampeltafel kann während eines stattfindenden Gesprächs zur Ausbildung eingesetzt werden. Zuvor sollten sich beide Seiten Zeit nehmen, um die Selbst- bzw. Fremdeinschätzung vorzunehmen. Dies sollte in regelmäßigen Abständen geschehen.

    Vorteile:
    Durch die Ampeltafel können unterschiedliche Einschätzungen zum Ausbildungsstand und zum Verhalten von Auszubildenden offen gelegt werden. Gezielte Gespräche können Missverständnisse aus dem Weg räumen, um so das gegenseitige Verständnis zu verbessern.

    Herausforderungen:
    keine


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Assistierte Ausbildung

Die assistierte Ausbildung ist eine Maßnahme der Agentur für Arbeit. Dabei sollen förderbedürftige junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe während der Berufsausbildung unterstützt werden. Die Maßnahme zielt auf den erfolgreichen Abschluss der beruflichen Ausbildung ab.

  • Wie?
    Vor dem Hintergrund der assistierten Ausbildung erfolgt die Ausbildung im gewohnten Rahmen. Neben dem betrieblichen Teil (mitsamt allen Rechten und Pflichten) wird die Berufsschule besucht. Zusätzlich erfolgt bei der assistierten Ausbildung eine Unterstützung durch Ausbildungsbegleiter. Diese unterstützen Auszubildende individuell je nach Bedarf (Sprach- und Bildungsförderung, Vermittlung fachlicher Kenntnisse und Fähigkeiten, Prüfungsvorbereitung etc.). Die Unterstützung kann des Weiteren schon vor Antritt der Ausbildungsstelle erfolgen, z. B. bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz.
    Der/die zuständige Ausbildungsbegleiter/in unterstützt zudem bedarfsorientiert den Betrieb bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung und steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch regelmäßige Gespräche mit allen Beteiligten soll der Erfolg der assistierten Ausbildung gesichert werden, da fortlaufend aktueller Handlungsbedarf erkannt werden kann.

    Aufwand?
    Die Kosten für die Betreuung werden von der Agentur für Arbeit getragen. Möchte man sich an der Maßnahme der assistierten Ausbildung beteiligen, ist es wichtig hierfür zusätzlich Zeit zu investieren, z. B. für regelmäßige Gespräche mit dem/der Ausbildungsbegleiter/in.

    Vorteile:
    Durch die assistierte Ausbildung können Betriebe neue Zielgruppen für die Ausbildung ansprechen, wodurch auch unbesetzte Ausbildungsstellen besetzt werden können. Durch die Maßnahme können Jugendliche mit Potenzial für den Betrieb gewonnen werden, deren Fähigkeiten und Fertigkeiten auf Grundlage von Schulnoten nicht auf den ersten Blick zu sehen sind.

    Herausforderungen:
    Das ausbildende Personal muss unter Umständen erhöhten pädagogischen Anforderungen im Umgang mit den Auszubildenden gerecht werden.


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Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Dieses Werkzeug der Agentur für Arbeit hilft Auszubildenden mit individuellem Unterstützungsbedarf. Sie erhalten bei Lernschwierigkeiten oder anderen Problemen Stützunterricht. Dadurch soll die Fortführung und der erfolgreiche Abschluss der Berufsausbildung gewährleistet werden.

  • Wie?
    Die Ausbildungsbegleitende Hilfe ist eine Maßnahme der Agentur für Arbeit. Sie erfolgt in der Regel außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit und wird von Bildungsträgern durchgeführt. Die Maßnahme umfasst wöchentlich drei bis acht Stunden in kleinen Lerngruppen oder in Einzelunterricht. Neben Auszubildenden können auch Teilnehmer/-innen einer Einstiegsqualifizierung (EQ) unterstützt werden.
    Folgende Unterstützungsmöglichkeiten werden u.a. angeboten:

    • Stütz- und Förderunterricht in Theorie und Praxis
    • Vorbereitung auf Prüfungen
    • Sprachunterricht
    • Unterstützung bei Alltagsproblemen

    Aufwand?
    Für den Ausbildungsbetrieb und teilnehmenden Auszubildenden entstehen keine Kosten, diese werden von der Agentur für Arbeit getragen. Zudem erfolgen die Unterstützungsleistungen außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit, weswegen für den Betrieb keine zeitlichen Ausfälle von Auszubildenden anfallen.

    Vorteile:
    Durch die Erstellung eines individuellen Förderplans für teilnehmende Auszubildende und sozialpädagogischer Begleitung können Ausbildungsabbrüche vermieden und der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung gesichert werden.

    Herausforderungen:
    Auszubildende müssen selbst die Notwendigkeit der Unterstützungsleistungen erkennen, da diese selbst den Antrag bei der Agentur für Arbeit stellen müssen. Man muss somit aktiv Unterstützung einfordern. Dies kann durch mögliche Hemmnisse von Auszubildenden erschwert werden.

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Ausbildungsbegleiter

Die Initiative VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen) wird von der Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte SES durchgeführt. Hierbei unterstützen erfahrene Fachkräfte im Ruhestand Auszubildende, welche Schwierigkeiten in der Ausbildung haben und über den Ausbildungsabbruch nachdenken.

  • Wie?
    Haben Auszubildende Schwierigkeiten während ihrer Ausbildung, kann bei der SES ein/e Ausbildungsbegleiter/in angefragt werden. Dabei kann die Anfrage sowohl vom Betrieb wie auch von Auszubildenden erfolgen. Die SES teilt dem/der Auszubildenden daraufhin einen passenden ehrenamtlichen Senior-Experten zu, welcher gezielt auf die Aufgaben als Ausbildungsbegleiter vorbereitet wurde. In regelmäßigen Treffen (z. B. wöchentlich) unterstützt der/die Ausbildungsbegleiter/in individuell:

        + beantwortet Fragen der Auszubildenden
        + begleitet Übungen in der Berufspraxis
        + unterstützt die Vorbereitung auf Prüfungen
        + hilft bei sprachlichen Defiziten
        + fördert die soziale Kompetenz und Lernmotivation

    Die Unterstützung erfolgt zunächst über einen Zeitraum von einem Jahr. Jedoch kann die Unterstützung je nach Bedarf verlängert werden.

    Aufwand?
    Die Begleitung eines Auszubildenden durch die VerA-Initiative ist für den Betrieb sowie für den Auszubildenden kostenlos.

    Vorteile:
    Durch die intensive Unterstützung durch eine externe Bezugsperson können Ausbildungsabbrüche vermieden und dadurch die erfolgreiche Durchführung der Ausbildung fokussiert werden. Die externe Unterstützung von Auszubildenden ist zudem ein Anreiz für den Betrieb, weitere Zielgruppen für die Berufsausbildung anzusprechen, zum Beispiel lernbeeinträchtigte Jugendliche oder junge Menschen mit sprachlichen Defiziten.

    Herausforderungen:
    Die freiwillige Teilnahme von Auszubildenden ist Grundlage für die Zusammenarbeit mit der Ausbildungsbegleitung.


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Ausbildungsintegrierte Auslandsaufenthalte

Um die Ausbildung auch für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als Alternative zum Studium attraktiv zu machen, kann die Möglichkeit eines Praktikums im Ausland genutzt werden.

  • Wie?
    Kommt ein Auslandsaufenthalt für den Betrieb und einen Auszubildenden in Frage, unterstützt die zuständige Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer bei der Suche nach Praktikumsplätzen und möglichen Fördermitteln. Mit der Kammer wird zudem ein Ausbildungsplan für die Dauer des Aufenthalts im Ausland abgestimmt. Das Praktikum im Ausland wird zudem schriftlich als Nachtrag im Ausbildungsvertrag fixiert ­ und zwar als „Ausbildungsmaßnahme außerhalb der Ausbildungsstätte“.
    Der ideale Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt ist nach der Zwischenprüfung. Dabei kann die Dauer individuell festgelegt werden (sie darf jedoch nicht ein Viertel der gesamten Ausbildungsdauer überschreiten). Während der Abwesenheit von Auszubildenden bleiben alle Rechte und Pflichten des Ausbildungsvertrags bestehen. So wird beispielsweise die Ausbildungsvergütung weiterhin gezahlt und der/die Auszubildende führt nach wie vor das Berichtsheft. Zu beachten ist, dass für einen Auslandsaufenthalt eine Freistellung von der Berufsschule beantragt werden muss. Im Ausland muss keine Berufsschule besuchen werden.

    Aufwand?
    Durch den Auslandsaufenthalt entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Ausbildungsvergütung muss jedoch weiterhin gezahlt werden. Je nach Vereinbarung kann diese teilweise vom ausländischen Praktikumsbetrieb übernommen werden. Reise- und Unterbringungskosten müssen nicht gezahlt werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Förderprogramme, wie beispielsweise Erasmus+, die diese Kosten für Auszubildende abdecken.

    Vorteile:
    Die Möglichkeit eines Praktikums im Ausland stärkt das Ausbildungsmarketing des Betriebes, da so die Ausbildung für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als attraktive Alternative für ein Studium in Betracht kommen könnte.

    Herausforderungen:
    Auszubildende müssen sämtlichen Lernstoff, den sie während ihrer Abwesenheit in der Berufsschule verpassen, eigenständig nachholen. Dadurch entsteht unter Umständen eine erhöhte Belastung für Auszubildende, sobald diese zurück in Deutschland sind. Auch fehlt der/die Auszubildende für eine längere Zeit im betrieblichen Alltag; ­ dies muss kompensiert werden.


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Azubiprojekte

Azubiprojekte sind Sonderaufgaben für Auszubildende häufig abseits des Ausbildungsalltags und der betrieblichen Leistungsprozesse. Sie können individuell gestaltet werden und berufs- und ausbildungsjahrübergreifend durchgeführt werden.

  • Wie?
    Die Gestaltung von Azubiprojekten kann individuell vorgenommen werden ­ sowohl thematisch wie auch organisatorisch. Grundlegend ist jedoch, dass Auszubildende die zugrundeliegenden Themen oder Arbeitsaufgaben eigenständig bearbeiten. So können Auszubildende zum Beispiel im Rahmen von Azubiprojekten eigenständig Veranstaltungen (wie ein Sportfest) planen oder bestimmte betriebliche Sonderaufgaben eigenständig sowie ganzheitlich planen und durchführen, wie zum Beispiel die Umgestaltung eines Aufenthaltsraums (von der Planung, über die Kalkulation bis hin zur Durchführung). So können die Auszubildenden anhand von Prozessen lernen und sich weitere Softskills aneignen, wie Organisation, Teamarbeit oder selbstverantwortliches Arbeiten.

    Die Aktivitäten im Rahmen eines Azubiprojekts können sehr gut in die Öffentlichkeitsarbeit und das Ausbildungsmarketing integriert werden.

    Aufwand?
    Auszubildende müssen für die Durchführung eines Projekts zeitlichen Freiraum erhalten, um dieses zu bearbeiten. Dadurch fehlen Auszubildende in der alltäglichen Arbeit.

    Vorteile:
    Auszubildende können im Rahmen von Azubiprojekten eigenverantwortlich arbeiten und so ihre Softskills verbessern. Auch kann das Angebot von Azubiprojekten während der Ausbildung das Image als Ausbildungsbetrieb positiv beeinflussen, da so eine abwechslungsreiche Ausbildung geboten werden kann.

    Herausforderungen:
    Während der Bearbeitungszeiten stehen die Auszubildenden nicht für die betriebliche Arbeit zur Verfügung.


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Azubi-Wettbewerbe

Azubi-Wettbewerbe ermöglichen es Auszubildenden eines Ausbildungsberufes sich gegeneinander anhand ihres erlernten Könnens zu messen.
 
  • Wie?
    Azubi-Wettbewerbe werden häufig von den unterschiedlichen Berufsverbänden oder Kammern angeboten. Dabei messen sich Auszubildende einer bestimmten Berufsgruppe gegeneinander. Auszubildende oder Betriebe können auf der jeweiligen Homepage nach den angebotenen Wettbewerben und deren Teilnahmebedingungen recherchieren.

    Ein Beispiel hierfür ist der Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks. Dieser findet jährlich im Sommer nach den Berufsabschlussprüfungen statt und wird von den jeweiligen Innungen durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gute Prüfungsleistung. Für den Wettbewerb muss ein Prüfungsstück erstellt und Arbeitsproben geleistet werden. Die Innungsbesten können sich dann für weitere Ebenen (bis auf Bundesebene) qualifizieren. Dabei muss unter Umständen eine neue Arbeitsprobe abgelegt werden.

    Aufwand?
    Für die Teilnahme an Azubi-Wettbewerben sind Auszubildende gegebenenfalls von der Arbeit freizustellen.

    Vorteile:
    Die Teilnahme an Azubi-Wettbewerben fördert die Motivation und Leistungsbereitschaft der Auszubildenden. Insbesondere bei Erfolg wird das Selbstvertrauen enorm gestärkt. Zu beachten ist hier auch die positive Außenwirkung, denn durch erfolgreiche Auszubildende kann die hohe Ausbildungsqualität nach außen präsentiert werden.

    Herausforderungen:
    Nehmen Auszubildende an Wettbewerben teil, besteht je nach Gestaltung und Zeitaufwand die Gefahr, dass sie zu sehr von der eigentlichen Ausbildung abgelenkt werden.


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Betrieblicher Unterricht

Neben den fachlichen, in den Tätigkeitsbereichen der Ausbildung stattfindenden Wissensvermittlungen, können weitere Inhalte und vertiefende Kenntnisse in betrieblichen Unterrichtseinheiten mit einem nahen Praxisbezug vermittelt werden.

  • Wie?
    Die Durchführung betrieblicher Unterrichtseinheiten ist eine inhaltliche Erweiterung von theoretischem oder fachpraktischem Wissen aus Schule und praktischer Ausbildung der beteiligten Fachabteilungen. Inhaltlich kann Unterricht durch Fachpersonal aus den jeweiligen Abteilungen, Verantwortlichen aus dem Betriebsteilen des Unternehmens, die Unternehmensleitung oder auch durch externe Partner und Lehrkräfte durchgeführt werden. Der Unterricht orientiert sich in der Anfangsphase der Ausbildung auf allgemeine Lerninhalte, wie z.B. für Kaufleute auf rechtliche, finanztechnische oder auch praktische Themenfelder. Dies kann zum Beispiel die Vermittlung von allgemeinen Kenntnissen des Intranets, Vermittlung von Maschinenschreibkenntnissen oder auch Grundlagen zur Berichtsführung sein. Der Unterricht sollte gut vorbereitet sein. Häufig lassen sich Themen und Arbeitspunkte an praktischen Fällen oder auch aktuellen Themen, das Unternehmen betreffend, gut vermitteln und anschaulich darstellen. Die inhaltlichen Vorgaben des Ausbildungsrahmenplans, der betrieblichen Strukturen und auch die Branche des Unternehmens helfen bei der Auswahl von Fachthemen.

    Aufwand?
    Die Durchführung betrieblichen Unterrichts setzt grundlegende Fähigkeiten der Vermittlung von Inhalten und Lernzielen voraus. Durch Anpassung der Unterrichtseinheiten, Umfang und Häufigkeit innerhalb eines Zeitraumes kann der Lerninhalt praktischen Nutzen für Unternehmen hervorbringen. Ausbilder sollten für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ausreichend Zeit einplanen.

    Vorteile:
    Betrieblicher Unterricht ermöglicht die gleichzeitige Ausbildung aller Auszubildenden im Unternehmen und führt zu einem gleichen Wissensstand, ohne individuelle Voraussetzungen. Die Arbeitsergebnisse können zusätzlich bewertet werden und als Feedback oder auch Beurteilungsgrundlage in den Verlauf der Ausbildung aufgenommen werden.

    Herausforderungen:
    Die einzuplanende Zeit für die Lehrkraft (Ausbilder der Fachabteilung) ist kostenintensiv. Hinzu kommt ein Ausfall der Auszubildenden in den Fachabteilungen. Eine Umsetzung und Teilnahme sollte je nach Ausbilder bzw. Dozent sorgfältig geprüft werden um den Unterricht effektiv zu gestalten.


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Checkliste zur Kontrolle vermittelter Ausbildungsinhalte

Der betriebliche Ausbildungsplan umfasst viele unterschiedliche Arbeits- und Lernbereiche. Um hier als Betrieb den Überblick zu behalten, bietet sich eine Checkliste an, in welcher bereits vermittelte Ausbildungsinhalte ersichtlich sind.

  • Wie?
    Für die Checkliste zur Kontrolle vermittelter Ausbildungsinhalte bietet sich eine tabellarische Übersicht an, in der neben den Ausbildungsinhalten die verantwortliche Fachkraft sowie eine Spalte für den „Erledigt“-Vermerk enthalten ist. Ausgehend vom betrieblichen Ausbildungsplan werden hier sämtliche Ausbildungsinhalte eingefügt. Diese können nach Schwerpunkten oder Ausbildungsbereichen gegliedert werden.  

    Ausbildungsinhalt verantwortlich Erledigt/Datum
    ...


    Die Checkliste kann dann vom Auszubildenden oder vom Ausbildungspersonal geführt werden. Ist ein Ausbildungsinhalt vermittelt worden, wird dies von der entsprechenden Fachkraft in der Checkliste vermerkt.

    Aufwand?
    Um eine Checkliste zur Kontrolle vermittelter Ausbildungsinhalte zu erstellen, ist großzügig Zeit einzuplanen, da diese umfangreich ist. Auch sollte sich die ausbildende Fachkraft regelmäßig kurz Zeit nehmen, um die Checkliste und somit den Stand der Ausbildung zu kontrollieren.

    Vorteile:
    Indem eine Checkliste mit allen Ausbildungsinhalten erstellt wird, die ein/e Auszubildende/r erlernen muss, haben sowohl Betrieb als auch die Auszubildenden einen laufenden Überblick über den Stand der Ausbildung. So werden keine Ausbildungsinhalte übergangen und Auszubildende können ggf. aktiv nachhaken, falls irgendwelche Inhalte noch fehlen.

    Herausforderungen:
    Keine


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Checkliste zur Prüfungsvorbereitung

Eine umfangreiche Prüfungsvorbereitung ist für Auszubildende wichtig, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Dabei sollte das Ausbildungspersonal unterstützend zur Seite stehen. Eine Checkliste zur Prüfungsvorbereitung kann hier helfen.

  • Wie?
    Im Rahmen der Abschlussprüfungen fallen unterschiedliche Aufgaben an, welche der Betrieb erledigen muss. Neben formalen Arbeitsschritten, wie die Prüfungsanmeldung, müssen die Auszubildenden fachlich und methodisch auf die Prüfung vorbereitet werden. So sollten Auszubildende Informationen zum Inhalt und Ablauf der Prüfung erhalten, ein Zeit- und Lernplan ist zu erstellen und der Leistungsstand der Auszubildenden ist zu ermitteln.
    In einer Checkliste können alle Arbeitsschritte und Aufgaben vom Ausbildungspersonal aufgenommen werden. Nachdem diese dann erledigt sind, können die Aufgaben jeweils in der Liste vom Ausbildungspersonal abgehakt werden.

    Aufwand?
    Eine Checkliste kann einmalig mit wenig Aufwand erstellt und dann wiederverwendet werden. Auch können Vorlagen (z. B. von der Handwerkskammer) hierfür genutzt werden.

    Vorteile:
    Mithilfe einer Checkliste werden alle wichtigen Arbeitsschritte zur Prüfungsvorbereitung der Auszubildenden zusammengefasst. So behält man den Überblick und keine wichtigen Aufgaben (wie zum Beispiel die Prüfungsanmeldung) werden vergessen.

    Herausforderungen:
    keine


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Feedbackgespräch

Insbesondere in den ersten Monaten der Ausbildung und während der Probezeit wägen sowohl Auszubildende als auch Betrieb ihre Entscheidung bezüglich der Ausbildung ab. Um den Ausbildungserfolg und die Zufriedenheit während dieser Zeit zu vergleichen und zu überprüfen, bieten sich regelmäßige Feedbackgespräche an. So kann der Betrieb insbesondere Ausbildungsabbrüchen entgegenwirken.

  • Wie?
    Im Arbeitsalltag sollte auf der einen Seite routinemäßig Feedback durch das Ausbildungspersonal erfolgen. Dies kann zum Beispiel kurz am Ende einer Arbeitswoche geschehen. Hier kann abgeklärt werden, was gut gelaufen ist und woran der/die Auszubildende noch arbeiten kann.
    Zudem sollten auf der anderen Seite in der Probezeit zeitlich festgelegte Feedbackgespräche stattfinden. Neben einem ersten Gespräch nach ca. zwei Monaten Ausbildungszeit ist noch ein Gespräch am Ende der Probezeit sinnvoll. In diesen Gesprächen wird der aktuelle Leistungsstand des/der Auszubildenden und individuelle Stärken und Schwächen besprochen. Hierfür hilfreich ist ein Bewertungsbogen oder der Vergleich mit dem Anforderungsprofil der Ausbildungsstelle. Sparen sie dabei nicht mit Lob. Wird Kritik geübt, sollte diese so konkret wie möglich formuliert werden, sodass der/die Auszubildende diese nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite berichtet der/die Auszubildende von ersten Erfahrungen im Betrieb und die Zufriedenheit mit der Ausbildung und dem Ausbildungspersonal.

    Aufwand?
    Das strukturierte Feedbackgespräch mit einem Auszubildenden nimmt ein bis zwei Stunden in Anspruch. Hilfreich bei der Durchführung ist auch ein Leitfaden, der das Gespräch strukturiert. Hierzu gibt es diverse Vorlagen, die genutzt werden können.

    Vorteile:
    Durch regelmäßiges Feedback wissen Auszubildende, wo ihre Stärken liegen und woran noch gearbeitet werden muss. Auch erfährt der Betrieb, wie zufrieden die Auszubildenden sind. So kann gegebenenfalls frühzeitig reagiert und Ausbildungsabbrüche vermieden werden.

    Herausforderungen:
    keine


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Laufzettel für Ausbildungsinhalte

Der Laufzettel ist ein Werkzeug für ausbildende Fachkräfte und Auszubildende, in dem Arbeitsschritte und Lerninhalte abgebildet werden. Dadurch kann das berufliche Lernen innerhalb einzelner Arbeitsprozesse strukturiert werden. Dies geschieht durch konkrete Arbeitsanweisungen, welche anhand von auszuführenden Tätigkeiten beschrieben werden.

  • Wie?
    Auf dem Laufzettel vermerken das Ausbildungspersonal und Ausbildungsverantwortliche individuell für jeden Auszubildenden, welche Arbeiten in einem bestimmten Zeitraum (z. B. während des Einsatzes in einer bestimmten Abteilung) bearbeitet werden sollen. Die Arbeiten werden durch einzelne Tätigkeiten beziehungsweise Arbeitsschritte beschrieben. So kann das Lernen im Arbeitsprozess eindeutig strukturiert werden. Um den Laufzettel zu erstellen, sollte das Ausbildungspersonal folgende Fragen erarbeiten:

    • Was hat der/die Auszubildende bereits gelernt? Woran kann angeknüpft werden?
    • Was soll er/sie nach Beendigung der Aufgabe können?
    • Wie kann dieses Ziel erreicht werden?

    Der Laufzettel wird regelmäßig von der ausbildenden Fachkraft und Auszubildenden besprochen und kontrolliert. Dadurch kann überprüft werden, ob alle aufgeführten Tätigkeiten ausgeführt worden sind.

    Aufwand?
    Die Gestaltung einer betrieblichen Vorlage des Laufzettels kann anhand vorhandener Muster erfolgen, welche an die individuellen Bedürfnisse des Betriebs angepasst werden können. Die individuellen Inhalte des Laufzettels müssen für jeden Auszubildenden erstellt werden. Hier sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.

    Vorteile:
    Der Laufzettel hilft, die Inhalte des vorgegebenen Ausbildungsrahmenplans mit dem betrieblichen Einsatz von Auszubildenden zu verknüpfen. Dadurch entsteht eine Struktur, die sowohl den Auszubildenden als auch dem Ausbildungspersonal Orientierung über Arbeitsschritte und Lerninhalte gibt. Auch kann der Laufzettel als Grundlage dienen, um die Lernergebnisse der Ausbildung zu reflektieren und zu beurteilen.

    Herausforderungen:
    keine


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Lernen an Geschäftsprozessen

Ausbildung an Geschäftsprozessen vermittelt in der Ausbildung den Auszubildenden ein Gesamtbild des Leistungsprozesses eines Unternehmens. Die prozessorientierte Ausbildung fördert zusätzlich ein Gesamtverständnis für einzelne Betriebsbereiche, Abteilungen und Tätigkeiten und deren Bedeutung im Betrieb.

  • Wie?
    Idealerweise findet die Ausbildung im betrieblichen Prozess statt. Eine allgemein gültige "beste Ausbildungsmethode" gibt es nicht, da in jedem Unternehmen andere Bedingungen berücksichtigt werden müssen. Es sollte jedoch versucht werden, nur so viel Ausbildung wie nötig in einer Lehrwerkstatt durchzuführen und so viel Ausbildung wie möglich direkt in den betrieblichen Abläufen zu organisieren. Die Ausbildungsrahmenpläne können so in die Ausbildung an Geschäftsprozessen umgesetzt werden, so dass ein größtmöglicher Gesamtzusammenhang über die Prozessketten im Unternehmen vermittelt wird. Die Auszubildenden erarbeiten sich, geführt von Lern- und Arbeitsaufgaben, Fachwissen an einfachen Aufgaben im Betrieb. Die Auszubildenden lernen darüber hinaus nicht nur erforderliches Fachwissen, sondern sie lernen das Lernen und können sich bei Bedarf in neue Themengebiete einarbeiten. Zudem werden Querschnittsqualifikationen der Auszubildenden wie Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit gefördert.

    Aufwand?
    Die Umsetzung der Ausbildungsdurchführung und der maßgeblichen Ausbildungsrahmenpläne in eine nach Geschäftsprozessen ausgerichtete Ausbildung nimmt je nach Ausbildungsberuf einige Zeit in Anspruch. Hierbei können die jeweiligen Kammern unterstützen.

    Vorteile:
    Durch die Ausbildung an Geschäftsprozessen kann „Prozesskompetenz“ vermittelt werden. Diese beinhaltet die Fähigkeit zum kompetenten Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang und bildet zusätzlich die Kompetenz zur Gestaltung und Veränderung unter den Gesichtspunkten der Optimierung von Qualität und Wirtschaftlichkeit. Der Betrieb verfügt nach Umsetzung über die geforderte, an Arbeitsprozessen orientierte Grundlage für die Ausbildung gemäß der gültigen Ausbildungsordnung.

    Herausforderungen:
    Die Ausbildung an umfassenden Geschäftsprozessen ist einzelnen Betrieben aufgrund ihrer Struktur und Organisation nicht immer möglich, auch teilweise aus rechtlichen Gründen.


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Lernplan zur Prüfungsvorbereitung

Um die Prüfung mit möglichst großem Erfolg zu bestehen, ist eine gute Vorbereitung der Auszubildenden sehr wichtig. Indem der Lernstoff zeitlich und inhaltlich strukturiert wird, stehen Auszubildende nicht vor einem scheinbar unendlichen Berg von Lerninhalten.

  • Wie?
    Die Prüfungsvorbereitung fängt idealerweise drei bis sechs Monate vor der Prüfung an ­ dies ist auch abhängig vom Leistungsstand des jeweiligen Auszubildenden. Um bestmöglich auf die Prüfung vorbereitet zu sein, empfiehlt sich für Auszubildende ein Lernplan. Dieser ist aufgebaut wie ein Stundenplan. Hier können Auszubildende Zeiten eintragen, die für das Lernen eingeplant werden sollen und welche Themen dabei jeweils fokussiert werden. Besprechen Sie diesen Plan zusammen mit den Auszubildenden. Sie können unterstützen, indem sie während der Arbeitszeit Freiräume zum Lernen erlauben. Hier können auch Lerngruppen stattfinden, in denen sich die Auszubildenden gemeinsam auf die Prüfungsthemen vorbereiten.

    Aufwand?
    Zur Erstellung des Lernplans sollten Sie ein Gespräch mit dem Auszubildenden führen, in dem über Freiräume zum Lernen während der Arbeitszeit gesprochen wird. Mit den festgelegten Lernzeiten fällt der Auszubildende dann für die betriebliche Arbeit aus.


    Vorteile:
    Ein Lernplan zur Prüfungsvorbereitung bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, das Lernen zu strukturieren. Je nach Vereinbarung mit dem Betrieb räumt der Lernplan den Auszubildenden feste Zeiten ein, die sie während der Arbeitszeit zum Lernen und Erproben praktischer Prüfungsaufgaben nutzen können. Dadurch erhält die Prüfungsvorbereitung einen höheren Stellenwert im Betrieb.

    Herausforderungen:
    Auszubildende stehen während der Lernzeiten nicht für betriebliche Arbeiten zur Verfügung.


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Planspiel

Durch Planspiele für Auszubildende können teils komplexe Handlungs- und Entscheidungsvorgänge simuliert werden, an denen sich die Auszubildenden ausprobieren können.

  • Wie?
    Jedem Planspiel ist eine Problemstellung oder unternehmerische Fragestellung zugrunde gelegt, welche von den Teilnehmern gelöst und bearbeitet werden muss. Dabei sollte das Planspiel möglichst realistisch die Arbeitssituation im Betrieb wiedergeben. Besonders geeignet für ein Planspiel ist auch die Simulation konfliktreicher Situationen.
    Im Rahmen eines Planspiels übernimmt jeder Teilnehmer eine zugewiesene Rolle und vertritt dabei die Interessen dieser Rolle. So kann es unter Umständen auch zu Perspektivwechseln kommen. Somit verbindet ein Planspiel zumeist ein Rollenspiel mit einer Simulation. Ausgehend von der Problemstellung sollen die Teilnehmer gemeinsam nach Informationen suchen, Lösungsstrategien entwickeln und entsprechende Entscheidungen treffen. Dies kann auch computergesützt durchgeführt werdne. Abschließend analysieren und besprechen die Auszubildenden die Ergebnisse und Verhaltensweise gemeinsam mit dem Ausbildungspersonal, welches bei der Durchführung des Planspiels anwesend ist.
    Ein Planspiel kann individuell erstellt und geplant werden. Im Interneht gibt es jedoch auch vorgefertigte Planspiele, welche adaptiert werden können.

    Aufwand?
    Planspiele erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Auch in die Nachbereitung - also der anschließenden Analyse von Ergebnissen und Verhaltensweisen der Teilnehmer - sollte ausreichend Zeit investiert werden. Für die Durchführung eines Planspiels werden auch entsprechende technische Hilfs- und Handlungsmittel benötigt. Dies kann zu Sachkosten führen.

    Vorteile:
    Durch die Planspielmethode werden Lernthemen aktiv und handlungsorientiert bearbeitet. So haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich auszuprobieren, ohne dabei "Schaden anzurichten". Zusätzlich wird ihre Teamkompetenz gefördert.

    Herausforderungen:
    Je nach Gestaltung eines Planspiels kann diese Methode sehr aufwändig sein.


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Wöchentlicher Austausch (5-Minuten-Gespräch)

Insbesondere zu Beginn der Ausbildung erhalten Auszubildende viele neue Informationen und Eindrücke. Dabei ist es normal, dass viele Fragen und vereinzelt Probleme aufkommen können. Hier sind kurze Gespräche zwischen ausbildende Fachkraft und Auszubildende hilfreich.

  • Wie?
    Auszubildende und Ausbildungspersonal sollten sich regelmäßig bewusst Zeit nehmen, um über aktuelle Dinge und Probleme zu sprechen. Dies geschieht idealerweise täglich und wird so zur Routine im täglichen Arbeitsalltag. Hierzu reichen bereits fünf Minuten, zum Beispiel kurz vor dem Feierabend. Vorab sollte eine kurze (innere) Vorbereitung auf das Gespräch stattfinden, in dem der/die Ausbilder/in sich einige Fragen für das Gespräch überlegt, zum Beispiel:

    • Wie war der heutige Tag?
    • Gibt es zurzeit besondere Schwierigkeiten?
    • Ist mit den Kollegen alles in Ordnung?

    Das Gespräch findet idealerweise in einer möglichst ruhigen und ungestörten Umgebung statt und gibt Auszubildenden die Möglichkeit, alle Fragen zu stellen, die auf dem Herzen liegen. Unter Umständen kann hiervon ausgehend weiterer Gesprächsbedarf erkennbar werden, der in einem gesonderten Gespräch behandelt wird.

    Aufwand?
    Für den regelmäßigen Austausch zwischen Ausbilder/in und Auszubildenden müssen täglich lediglich ca. fünf Minuten aufgewendet werden. Somit ist der Aufwand sehr gering.

    Vorteile:
    Indem die ausbildende Fachkraft sich täglich bewusst Zeit für Fragen und Probleme nimmt, zeigt das den Auszubildenden Wertschätzung und Interesse. Besonders in der Anfangsphase der Ausbildung ist das regelmäßige Gespräch von großem Nutzen, da neue Auszubildende hier Fragen stellen können, zum Beispiel wenn sie etwas nicht verstanden haben. Dies baut zudem das Vertrauensverhältnis zwischen Auszubildenden und Ausbilder/in auf.

    Herausforderungen:
    keine


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Zielvereinbarungsgespräche

Um das betriebliche Lernen zu strukturieren, sind Zielvereinbarungen ein sinnvolles Werkzeug. Dabei werden von der Ausbildungsleitung und Auszubildenden Ziele (z. B. zu erwerbende Kompetenzen) festgelegt, welche zu einem festgelegten Zeitpunkt erreicht werden sollen.

  • Wie?
    Lernziele sollten in einem Gespräch gemeinsam von der Ausbildungsleitung und Auszubildenden formuliert werden. Die Ziele sollten für einen festen Zeitraum gelten, wie beispielweise festgelegte Ausbildungsabschnitte. Dabei sollen diese möglichst konkret formuliert werden, sodass diese für die Auszubildenden greifbar sind. Besonders wichtig ist, dass die Ziele realistisch sind und von dem/der Auszubildenden erreicht werden können. Ziele können dabei auf betriebliche und schulische Leistungen ausgerichtet sein oder auf bestimmte Kompetenzen (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Selbst- und Sozialkompetenz).
    Am Ende des jeweiligen Ausbildungsabschnitts setzen sich Ausbildungsleitung und Auszubildende/r erneut zusammen. Sie können gemeinsam überprüfen, ob die vereinbarten Lernziele erreicht wurden. Abschließend vereinbaren sie für einen weiteren Zeitraum neue Lern- und Leistungsziele.

    Aufwand?
    Für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Zielvereinbarungsgesprächen sollte großzügig Zeit eingeplant werden.

    Vorteile:
    Durch die Vereinbarung von Zielen können Stärken und Schwächen der Auszubildenden aufgedeckt werden. Das ausbildende Personal bekommt so einen Überblick über den Leistungsstand der Auszubildenden und deren Verbesserungen. Dies gilt auch für die Auszubildenden, die durch die Lernziele die eigene Leistung besser einschätzen können. Zudem fördert die intensive Kommunikation zwischen Ausbildungspersonal und Auszubildende deren Verhältnis zueinander.

    Herausforderungen:
    Sind die Ziele zu hoch gesteckt, können diese unter Umständen vom Auszubildenden nicht erreicht werden. Dies kann zu Frustration und zum Verlust der Motivation führen. Daher sind überfordernde Zielsetzungen zu vermeiden.


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